Grußwort
 
 
Der 31. Mai 2009 ist der 200. Todestag von Franz Joseph Haydn. Das weltweit gefeierte Haydn-Jahr 2009 wird allerdings von der Unsterblichkeit  des Komponisten handeln.
 
Haydn, der erste Vertreter der Wiener Klassiker, das von den Musikhistorikern als der „Vater der Sinfonien“ und als der Schöpfer des Streichquartetts bezeichnete Genie, war bereits als kleines Kind in dem niederösterreichischen Dorf, in dem drei Sprachen gesprochen wurden, aufgeschlossen für die Musik der verschiedenen Nationalitäten.
 
Später, während der etwa dreißig Jahre, die er im Dienst der Familie Esterházy verbrachte, komponierte er Opern, Streichquartette, Sinfonien und zahlreiche andere Werke. Den Rumpf seines umfangreichen Lebenswerkes bilden 104 Sinfonien, 68 Streichquartette, 55 Klaviersonaten, 14 Messen und 14 Opern.
 
Haydn, der aus einem Dorfjungen zum Ehrendoktor von Oxford wurde, lebte in einer Zeit großer historischer Veränderungen. Er war bei seinen Zeitgenossen beliebt und angesehen: ein fleißiger, humorvoller, ungezwungener und ehrlicher Mensch.
 
2009 gedenken wir seines 200. Todestages, um uns gemeinsam mit den Musikliebhabern in aller Welt an das Leben und Wirken des Komponisten zu erinnern, damit diejenigen, die Haydn weniger kennen, ihn besser kennenlernen, und die, die ihn nicht kennen, mit ihm Bekanntschaft machen und seine Großartigkeit entdecken können.
 
Die Programmreihe Haydn-Jahr 2009 umfasst zahlreiche niveauvolle Veranstaltungen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen. Bei den Veranstaltungen können sowohl die fachliche Elite als auch die Liebhaber der klassischen Musik und die von seiner Musik noch unberührte Jugend interessante Anknüpfungspunkte finden.
 
Wenn all dies in Erfüllung geht, hat das Haydn-Jahr sein Ziel erreicht.
 
Ich wünsche Ihnen beim selbstvergessenen Hören von Haydns Musik gute Unterhaltung!
 
 
Dr. István Hiller
Minister für Bildung und Kultur